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Das war die Büchermeile ToGo

Da in der Coronazeit keine Büchermeile im herkömmlichen Sinn möglich ist, der CVJM Sarstedt aber ungern untätig herumsitzt, entstand die Idee der „Büchermeile ToGo“. Die Idee: Bücher werden nach Kategorien bestellt, ohne die genauen Titel zu kennen. Kilopreise wie gewohnt. Doch kann das klappen? Wir wagten das Experiment und gliederten es in drei Phasen.

Phase 1:
Mitte September berichtete die Hildesheimer Allgemeine Zeitung im Sarstedter Anzeiger großflächig von unserem Plan. Stefan Othmer stand dafür als Interviewpartner zur Verfügung. Und wow, was war das für ein Artikel – echt klasse.
Vom 4. bis 8. Oktober konnten Bücher über zwei Kanäle bestellt werden. Dazu setzten sich in der Zeit je zwei Vereinsmitglieder ans Telefon und nahmen Bestellungen auf – Stefan Othmer leitete bei ihm nicht benutze Rufnummer auf die Vereinsmitglieder um. Im zweiten Kanal konnten Bücher online über unsere Webseite bestellt werden. Patrick Bauch bastelte dazu ein hübsches Formular, bei dem unsere Kategorien angeklickt werden konnten . 3 Kilo Thriller? Kein Problem. Oder lieber ein Überraschungspaket? Kein Ding. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des CVJM Sarstedt testeten wie wild den Online-Ablauf, bevor das Formular dann wirklich am 4. Oktober die Testphase verließ und pünktlich am 8. Oktober um 20.00 Uhr abgeschaltet wurde.

Phase 2:
Am 9. Oktober schließlich konnten zum ersten Mal seit langer Zeit unsere Besucher wieder Bücherspenden am Jugendheim abgeben. Wir standen dort mit Kartons und einem Trecker mit Gummiwagen als Lastesel für den Transport zum Bücherlager. Da war auch bitter nötig, denn die Pandemie hat wohl viele Büchervorräte anschwellen lassen. Gleichzeitig waren wir auch wieder mit einer guten Personenstärke vor Ort: Nicht nur Keller®asseln und Vorstandsmitglieder waren dabei, sondern auch altgediegene Volleyballer. Das Wetter war ebenfalls auf unserer Seite und alles verlief glatt. Gegen Ende zogen einige zum Lager und packten die Bestellungen in gespendeten Papiertüten zusammen. So war alles fertig vorbereitet.

Phase 3:
Am 16.10 schließlich konnten die Bücher abgeholt werden – und zwar vor der Scheune von Ernst Peters. Wieder trafen sich einige CVJMer, um drei Stunden auf die Abholung der Pakete zu warten. Die Sonne schien, der Kaffee war warm und mehr gab es kaum zu tun – wem langweilig war, der sortierte eben Bücher.
Um 12.30 Uhr waren alle Pakete abgeholt. Inklusive einer Bestellung, die während der Testphase bestellt wurde und wohl eine echte Bestellung war – was niemand bemerkte. Aber auch das war kein Problem, Vanessa packte ruckzuck die Bestellung zusammen und alle waren glücklich.

Fazit:
Und wie viel Bestellungen waren es nun? Es waren acht. Und hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall. Es war als Experiment gedacht und sollte die Möglichkeiten ausloten, in Pandemiezeiten etwas unternehmen zu können. Es hatte geklappt. Gerne mehr.

-    Gero Grübler

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