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90 Jahre Quellerdünen - und VV des LV

Quellerdünen! Wieviel Phantasie und Zauber liegen in diesem Wort. Und wie zauberhaft und märchensam beflügelt dieser Ort der fünf Häuser am Rande der Zivilisation die Besucher stets aufs Neue. Viele Gäste betrachten  Quellerdünen gefühlt als „Ihr Eigentum“ – viele fühlen sich sofort heimisch. Ein Gefühl, das nicht nur alteingesessene CVer aus dem Landesverband haben, sondern auch Gäste, die einfach nur so vorbeikommen. Woran das liegt, konnte jeder Besucher am ersten Novemberwochenende „auf Spieke“ selbst erfahren.
90 Jahre Quellerdünen gab es zu feiern. Gebaut 1926 mit einem Haus, hat das Gelände sich stets erweitert und nach den dunklen Nazi-Jahren auch inhaltlich neu entwickelt. Heute besteht Quellerdünen aus fünf Häusern, selbst wenn umgangssprachlich immer noch vom „Haus Quellerdünen“ die Rede ist. Inhaltlich wurde aus dem Ferienheim die Freizeit- und Jugendbildungsstätte. Der Leitgedanke der 90er Jahre „Ökologie begreifen – Schöpfung verantworten“ trägt auch heute noch das Haus, doch die ersten Anzeichen für den neuen Slogan „Zusammen am Meer“ sind schon zu spüren – ein Marketingspruch, der gut zum Haus passt und für neue Gäste das alte, doch etwas sperrige Motto ablöst.


Rund 60 Gäste fanden sich am Freitag  im Speisesaal ein, um beim 90-Jahre Quiz von Jan-Erik Bothe mitzumachen. Was hat er nicht alles ausgegraben an interessanter Geschichte. Da gab es Posaunenwecker auf Quellerdünen, natürlich Tante Sophie, Nachttöpfe in den Veranden und und und. Und die richtige Antwort auf die Frage „Was raubte in den 90ern im Gästehaus II vielen Leuten den Schlaf?“ lautete natürlich „Die Kolbenpumpe für das Wasser“ und nicht „Gero!“, wie ein Zwischenrufer bemerkte.  Was natürlich für Gelächter sorgte.
Am Samstag war der Tag der Vollversammlung – alle Delegierten vor Ort nahmen teil. Die anderen Gäste machten sich einen lustigen Tag auf Spieke. Was nicht heißt dass es bei der Versammlung nicht interessant zuging. Die neue Marketingkampange, die dem LV den Slogan „Gemeinsam leben“ und Quellerdünen „Zusammen am Meer“ zuweist wurde vorgestellt – zwei Sprüche, die gemeinsam mit LVern und einer externen Marketingfirma erarbeitet wurden. Und noch mehr: Die neue Webseite im frischen, modernen Design wurde vorgestellt und ging auch gleich online (Hier erleben: quellerduenen.de). Ebenso wurden schon viele Dinge umgesetzt, die die Betriebsprüfung vorgeschlagen hatte: Längere Essenszeiten, alle Mahlzeiten als Buffet, kein Geschirrabtrocken mehr für Gäste.
Am Haus selbst sind ebenfalls viele Neuerungen sichtbar: Die Andachtsjurthe vergrößert den Gruppenraumplatz, 2 Bremsenfänger helfen bei ungestörten Aktionen im Sommer draußen, der Sandkasten hat einen stabilen Sonnenschirm, die Wege auf dem Gelände haben eine Nachtbeleuchtung, die kleine Aussichtsplattform Richtung Meer („Kaiserstuhl“) wurde komplett erneuert.


Weiter sollen noch mehr Investitionen getätigt werden: Eine neue Heizung soll effektiver arbeiten, WLAN kommt in alle Häuser, einige Zimmer bekommen eigene Nasszellen, die Fenster sollen zukünftig verdunkelt werden können. Kein unerheblicher Aspekt, denn im Sommer wollen die Gäste wohl um 4.00 Uhr morgens schlafen können, und da scheint dann auch mal die Sonne heftig ins Zimmer. Ein Effekt, den wir Herbst/Sylvester/Frühjahrsquellerdüner nicht kennen.
Natürlich ging es auch um andere Dinge bei der VV  - wie üblich Berichte des Vorstandes, Entlastung, Finanzplan, Diskussionen … alles nichts in diesem Jahr, was die VV unnötig in die Länge gezogen hätte. So stand ab 16.00 Uhr Freizeit an.
Um 20.00 Uhr begann der offizielle Festakt mit viel lokaler Prominenz. Es waren unter anderem der Bürgermeister anwesend, der Neffe von Tante Sophie (der gleichzeitig der Kutterfahrer der „Gorch Fock“ ist) oder Karen Hohn, ehemalige Heimleitung des Hauses.
Kreativ wurde während der Andacht das Haus Quellerdünen in einem Interview selbst befragt zu den verschiedenen Dingen. Dazu wurde viel gesungen, es gab Festreden – und dann ein Buffet, bei dem sich das Küchenteam mal wieder selbst übertraf. Wie machen die das nur? Zauberei?


Der Abend gehörte den Gesprächen. Es wurde im Speisesaal an verschiedenen Stellen geklönt, oder in der Westveranda, oder in der Raucherecke – überall trafen sich Leute und genossen die Stimmung.
Am Sonntag wurde ausgiebig gebruncht, bevor die Rückfähre zur Mittagszeit noch genügend Freizeit ließ, um sich die verschiedenen Baustellen im Ort anzuschauen. Erschreckend, wie viele Bagger herumstehen, wenn die Saison vorbei ist. Ein kleiner Trödel-Laden wurde gleich ganz abgerissen.
Fazit: Eine gelungene VV, ein wundervolles und würdiges Jubiläum des Hauses, das so vielen Menschen schon so viel gegeben hat – und hoffentlich noch geben wird. Begleiten wir doch die fünf Häuser auf dem Weg in die Zukunft – und kommen so oft es geht wieder zurück hierher - nach Hause.

 

- Gero Grübler -